GRÜN diskutiert: Zukunft von Hartz-IV / Mitgliederbeteiligung zur Kommunalwahl


Am Montagabend, den 22. März 2010, diskutierten die Offenbacher GRÜNEN über die Zukunft von Hartz IV mit besonderer Berücksichtigung der Kommune Offenbach. Neben Mitgliedern und Interessierten, nahmen an der sehr gut besuchten Veranstaltung auch Bürgermeisterin Birgit Simon, sowie der Offenbacher Landes- und Fraktionsvorsitzende der hessischen Grünen, Tarek Al-Wazir, teil.

 

In zwei inhaltlichen Beiträgen stellte Bürgermeisterin Simon die aktuelle SGB II-Problematik ("Hartz-Gesetzgebung") aus kommunaler Sicht dar, während Tarek Al-Wazir die Regelung aus landespolitischer Sicht beleuchtete. Darin betonte Al-Wazir u. a. die große Bedeutung von Arbeit für das eigene Selbstwertgefühl und Persönlichkeitsbild. Die sozialpolitische Leitidee muss sein „Arbeit statt Arbeitslosigkeit“ zu finanzieren. Daher forderte Al-Wazir eine Verbesserung der anrechnungsfreien Zuverdienstmöglichkeiten und die Einführung eines sozialen Arbeitsmarktes mit längerfristig öffentlich geförderter Beschäftigung. Er schlug mit dem sogenannten Progressionsmodell außerdem die Senkung der Lohnnebenkosten im unteren Einkommensbereich vor. Daran schloss eine sehr lebhafte Diskussion an. Am Ende beschloss die Kreismitgliederversammlung von Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Offenbach Stadt ein Positionspapier über ein passgenaues Hilfesystem und die Berücksichtigung kommunaler Besonderheiten für die Zukunft des SGB II in Offenbach.

Darin wird u. a. eine pauschale Arbeitspflicht in der Kommune abgelehnt.

Die Offenbacher GRÜNEN sind der Auffassung, dass verbindliche Mindestlöhne nötig sind, damit der Niedriglohnsektor nicht weiter wächst. Die Überprüfung der Regelsätze ist an dem sozialstaatlichen Gebot der Deckung des sozio-kulturellen Existenzminimum für ein menschenwürdiges Leben für alle Menschen zu orientieren. So hat die Landtagsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN gerade die Anhebung der Regelsätze auf mindestens 420 € gefordert.

Eine chancengerechte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen am Bildungssystem, sowie an kulturellen und sportlichen Lern- und Freizeitangeboten, soll durch eine allgemeine, bedürftigkeitsunabhängige Bereitstellung von Sachleistungen (Schulbücher, Mittagessen, Angebote im musischen und Sportbereich) gewährleistet werden.

Die vorhandenen Angebote an Frauen in Ausbildung, insbesondere der jungen Mütter, müssen ausgebaut werden.

Es wird gefordert, dass das Prinzip „Hilfe aus einer Hand“ erhalten bleiben muss. Ebenfalls ist zu prüfen, ob und in wie weit in Offenbach dies durch das Optionsmodell wahrgenommen werden kann.

 

 

Wünsche/ Anregungen unserer Mitglieder für das Kommunalwahlprogramm der Offenbacher GRÜNEN

„Migrantenquote" in der Stadtverwaltung

Eine richtige Integrationspolitik

Integration fördern

Kritisierung: Kinderarmut in Offenbach

Schulmilch an Offenbacher Schulen: Ersatz der minderwertigen H-Milch durch Frischmilch

 

Förderung Projekte : Integration durch Sport

Kultur, bezahlbar, Theater, Musik etc in Offenbach

 

Aktive Innenstadt Programm weiter tragen

Bad am Mainufer

Bildung + Beratungsangebote auch für deutschstämmige Frauen

Bildung-Familie: Wie viel Bewegung brauchen unsere Kinder Zusammenhang: Bewegung und Bildung

Frauen / Familien "Grüne Modenschau"

Ganztagesschulen, Schulen , Käthe Kollwitz-Schule,Beethoven Schule

Integration in den Schulen fördern

Jugendarbeit, Jugend in der Politik

Jugendliche / Rap Konzert Preis für den besten Offenbacher Rapper

Kinderbetreuung

Kletterwand

Kulturelle Vielfalt in städtischer Verwaltung

Mehr Spielangebote für Kleinkinder in der Einkaufszone

Mobilität: Stadtradeln in Verbindung mit einer Fahrradrallye

Platz für Kinder in der Stadt

Religion gemeinsam für Verständigung und Integration

Religion: mehr Austausch

Schülerinnen aktiv an Kommunalpolitik beteiligen

Schwimmbad

Vielfalt der Einkaufsmöglichkeiten erhalten, Bsp. Kleine Geschäfte wie z.B. Holunder-Laden

Mehr Jugend für die Politik gewinnen, gezielte Kampagnen der Ak's

Kommunales Kino

Kultur: Max-Willner-Platz

 

Attraktive Grünflächen

Ausbau des Radwegesystems

Bezahlbare Wohnungen für alle Menschen

Ein Cafe am Mainufer

Erneuerbare Energien

Fahrrad- Service-Station an S-Bahn Kaiserlei

Gute Fahrradwege

Hauptbahnhof: Aufwertung, Fahtstühle, Service verbessern

Keine Schließung der Schalter im Hauptbahnhof

keinen Fluglärm

Kontrolle der Müllverbrennungsanlage am Stadtkrankenhaus

Luftreinhaltepläne. Maßnahmen: 1) Tempo 30 = Hauptstraße 2) LKW Durchfahrtsverbot

Mobilität: alten HBF endlich zukunftsfähig gestalten/nutzen

Mobilität: Fahrrad Service/ ÖPNV

Mobilität: OF-Ost als HBF nutzen/ ICE Streckennetz

Natur: Schultheisweiherproblem endlich lösen, Mainufer renaturieren

Neue Mobilitätsformen in der Stadt

Öffentliche Verkehrsmittel mit Elektroantrieb

Öffentlicher Personen Nahverkehr mit besserer Effizienz, Kosten, Verfügbarkeit

ÖPNV ausbauen (S-Bahn) verbessern

Radfahren fördern

RMV Tarifgrenze zwischen Offenbach und Frankfurt aufheben

Schwerpunkt Flächenverbrauch stoppen, von der Innenstadt her OF lebenswert machen

Schwerpunkt: Klimaschutz, Erneuerbare Energien, Energieeffizienz

Senkung der Preise im RMV

Umweltbewusstes Wohnen und Wohnungsbau

Verbesserter ÖPNV (Busse) in den Abendstunden

Wohnen/ Fluglärm / Flughafenausbau

Umwelt und die Wasserwelt

Strassenreparaturen

Stadt: Fortführung der Sanierung städtischer Immobilien

Strassen reparieren

OF-Frankfurt RMV Tarifgebiet: Weg mit der Grenze

 

Schwerpunkte: Neuordnung der Kommunalfinanzen

Kommunaler Haushalt mit Bürgerbeteiligung

 

Aktionen für Bio + Fair + Regionale Lebensmittel

Eine grüne Oberbürgermeisterin

Eine Stadtverordnetenversammlung ohne Reps

 

Erwerbstätigkeit schaffen

Stadtentwicklung zukunftsfähige Industrie, Arbeitsplätze

Stadt: Image-Kampagne

 

Schwerpunkt: Bildung, Erziehung, Kinder

 

 

 

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